Labnet: Conf. Ann: Samisdat und Oeffentlichkeit. Kommunikation und Wahrnehmung der Opposition in den 70er und 80er Jahren in der DDR - Jena 05/08

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Mon Apr 14 09:56:08 CEST 2008


[Cross-posted, with thanks, from H-Soz-u-Kult. AB]

From:    Reiner Merker <r.merker at thueraz.de>


Konf: Samisdat und Öffentlichkeit. Kommunikation und Wahrnehmung der Opposition in den 70er und 80er Jahren in der DDR - Jena 05/08
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Thüringer Archiv für Zeitgeschichte "Matthias Domaschk", Jena
17.05.2008, Carl-Zeiss-Campus der Friedrich-Schiller-Universität, Raum
315, Carl-Zeiss-Straße 3, Jena

Der Samisdat in der DDR hatte eine wesentliche Bedeutung für die Herausbildung von "Artikulationsräumen" in der SED-Diktatur der zweiten Hälfte der 80er Jahre. Diese Publikationsform ermöglichte die informationelle Einbindung von Gruppen und Einzelpersonen in ein DDR-weites oppositionelles Netzwerk, die damit nicht mehr
ausschließlichlich von persönlichen Kontakten abhängig war. Gleichzeitig stellt sich jedoch die Frage, inwiefern der Samisdat über den Kreis der Opposition hinaus rezipiert wurde, welche Konzepte öffentlicher Artikulation damit verbunden waren und umgesetzt wurden? Zudem erscheint bei dieser Fragestellung der Vergleich mit dem Samisdat osteuropäischer Staaten, wie Polen oder der Tschechoslowakei lohnend, insbesondere vor
dem Hintergrund der Unterschiedlichkeit der Entwicklungen.

Dieser Fragenkomplex soll mit der Tagung des Thüringer Archiv für Zeitgeschichte "Matthias Domaschk" in den Blick genommen werden. Dabei gilt es zunächst, die Begriffe und Vorstellungen von Öffentlichkeit und "Zweiter Öffentlichkeit" im Kontext der osteuropäischen Oppositions- und Widerstandsbewegungen eingehender zu betrachten um davon ausgehend die Entwicklung in der DDR zu untersuchen.

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11:00 Eröffnung der Tagung

11:15 - 13:00 Panel 1:

Moderation: Prof. Thomas Bohn (Ludwig-Maximilians-Universität München)

1. Dr. Andrea Genest (Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam):
Die Rolle des Samisdat in Polen nach 1968
2. Mateusz Falkowski (Max-Weber-Kolleg, Erfurt): Collective action in Polish underground publishing: the case of CDN Publishing House 1982 - 1989
3. Dr. Christian Lotz (Leipziger Kreis): Samizdat in der DDR und in Polen. Eine vergleichende und beziehungsgeschichtliche Analyse am Beispiel von Leipzig und Wroclaw (1973 - 1989)

Diskussion

13:00 - 14:00 Mittagspause

14:00 - 15:30 Panel 2:

Moderation: Dr. Bernd Florath (BStU, Abt. Bildung und Forschung)

1. Dr. des. Marketa Spiritova (Universität Regensburg): "Samizdat bedeutet für mich das Überleben". Der Samizdat als Bewältigungsstrategie im Alltag tschechischer Intellektueller zur Zeit der "Normalisierung" (1968 - 1989)
2. Dr. Tomas Vilimek (Robert-Havemann-Gesellschaft, Berlin): Samisdat, Mittel zur "Deanonymisierung des Terrors" und grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Zum Vergleich zwischen CSSR und DDR
3. Reiner Merker (Thüringer Archiv für Zeitgeschichte, Jena): Die "Pechblende". Zur Wirkungsgeschichte einer Samisdat-Publikation (1988 - 1990)

Diskussion

15:30 - 16:00 Kaffeepause

16:00 - 18:00 Podiumsgespräch: Grundzüge einer "Zweiten Öffentlichkeit".
Jena 1973 - 1989

mit: Udo Scheer (Arbeitskreis Literatur), Thomas Grund (HinterhofProduction), Matthias Kupke (Leseladen)  Moderation: Dr. Rüdiger Stutz (Friedrich-Schiller-Universität Jena)

18:00 Ende der Tagung

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Reiner Merker

ThürAZ, Am Rähmen 3, 07743 Jena

tagung at thueraz.de 

Homepage http://www.thueraz.de/tag_08.shtml 

URL zur Zitation dieses Beitrages
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=9062 

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