Labnet: Prokla: Gesellschaftstheorien im Anschluss an Marx und
Foucault - Berlin 11/07
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Thu Nov 15 10:30:57 CET 2007
[Cross-posted, with thanks, from H-Soz-u-Kult. AB]
From: Dorothea Schmidt <doschmid at fhw-berlin.de>
Gesellschaftstheorien im Anschluss an Marx und Foucault
26.11.2007, Berlin
Deadline: 26.11.2007
PROKLA - Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft
Call for Papers
(PROKLA 151, Juni 2008)
Nachdem in den 1960er und 70er Jahren kritische Gesellschaftstheorien vor allem im An schluss an Marx formuliert wurden, ist in den 1980er und 90er Jahren Foucault zu einem entscheidenden theoriepolitischen Stichwortgeber geworden. Dabei blieb das Verhältnis von Marx und Foucault allerdings recht unklar: Foucault, der sich selbst keineswegs
als Marxist verstand, bezog sich öfters positiv auf Marx, formulierte aber immer wieder auch Vorbehalte und gab damit Bezugspunkte, die es erlaubten, ihn gegen Marx in Stellung zu bringen. In welchem Verhältnis die Materialität der Diskurse zu anderen sozialen Materialitäten steht, ob es überhaupt Sinn macht, nach einem solchen Zusammenhang zu fragen, ist eine ebenso ungeklärte Frage wie die nach dem Verhältnis der
Foucaultschen Machtanalysen zum Marxschen Begriff von Herrschaft und Ausbeutung und einer an Marx anschließenden Theorie des kapitalistischen Staates. Allerdings soll es in diesem Heft nicht vorrangig um werkgeschichtliche Aufarbeitungen gehen. Es soll vielmehr untersucht werden, auf welche Weise heute im Anschluss an Marx und Foucault
gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse analysiert werden können und in welchen Formen der Widerstand gegen diese Herrschaftsverhältnisse unter Berufung auf beide Autoren konzipiert werden kann. Insbesondere sind Beiträge gesucht, die sich mit folgenden Themenbereichen befassen:
- der Theorie der Gesellschaft zwischen Marxscher Formanalyse und Foucaults Analytik der Macht ;
- der Bedeutung von Foucaults Machtanalysen für das Verständnis des Staates;
- der Beziehung von Politischer Ökonomie und Gouvernementalität;
- der Disziplinar- und Normalisierungsgesellschaft und Prozessen der Subjektivierung, die die Formen von Klasse, Geschlecht, Nation, "Rasse" annehmen;
- der Bedeutung von Marx und Foucault für eine materialistisch-feministische Theorie.
In allen Beiträgen sollte die politische Bedeutung des jeweils untersuchten Gegenstands deutlich gemacht werden.
Exposés im Umfang von 1-2 Seiten sollten bis zum 26. November an die Redaktion geschickt werden. Die fertigen Artikel, die einen Umfang von 50.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen, Fußnoten und Literaturliste) nicht überschreiten sollen, müssten spätestens bis zum 26.März 2008 vorliegen.
Zuschriften bitte an: redaktion at prokla.de
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Dorothea Schmidt
FHW Berlin
030-857 89 158
schmidt at prokla.de
URL zur Zitation dieses Beitrages
<http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=8286>
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